Lösung · Technik
Partner- und Systemanbindung
Eine Buchungsstrecke ist nur so gut wie die Verfügbarkeit, die sie anzeigt. Wir verbinden Ihr PMS, Ihren Channel Manager, Ihr CRM und Ihre Buchhaltung so, dass alle Systeme dieselbe Buchung meinen, wenn sie über eine Buchung sprechen.
PMS, Channel Manager, CRM und Finanzbuchhaltung sprechen über definierte Schnittstellen mit der Buchungsmaschine.
PMS und Reservierung
Bestände, Zimmerkategorien und Sperrzeiten werden gelesen, Buchungen mit vollständigem Vorgang zurückgeschrieben.
Channel Manager
Kontingente und Raten bleiben zwischen Direktkanal und Distribution widerspruchsfrei — inklusive Sperrung bei Überbuchungsgefahr.
CRM und Vertrieb
Anfragen, Angebote und Buchungen landen mit Quelle, Sprache und Einwilligungsstatus im Kundensystem.
Buchhaltung
Zahlungen, Gutschriften und Auszahlungen als abstimmbarer Export mit Belegbezug.
Warum Kopplungen scheitern
Schnittstellenprojekte scheitern selten an der Technik. Sie scheitern daran, dass zwei Systeme dasselbe Wort für verschiedene Dinge verwenden. Ein „Zimmer" im PMS ist eine physische Einheit; in der Buchungsstrecke ist es eine verkaufbare Kategorie. Ein „Gast" ist im CRM eine Person, in der Buchung aber eine Partei mit mehreren Reisenden. Ein „Storno" ist buchhalterisch etwas anderes als betrieblich.
Wir beginnen deshalb mit einem Abbildungsdokument, in dem jedes Feld beider Seiten benannt, zugeordnet und mit einer Regel für Sonderfälle versehen wird. Das Dokument ist unspektakulär und spart typischerweise mehr Zeit als jede andere Maßnahme im Projekt.
Verfügbarkeit ohne Überbuchung
Wir halten ein lokales Abbild der Verfügbarkeit und gleichen es in kurzen Abständen mit dem Quellsystem ab. Für den Zeitraum eines Buchungsvorgangs wird das gewählte Kontingent reserviert; läuft der Vorgang ab, wird es wieder freigegeben. Zusätzlich lässt sich je Termin eine Sicherheitsreserve festlegen, die im Direktkanal nicht verkauft wird.
Fällt die Schnittstelle aus, wechselt das System in einen definierten Zustand: Verkauf innerhalb der Reserve bleibt möglich, jede Buchung geht in eine Warteschlange und wird nachgeführt, sobald das Quellsystem wieder antwortet. Ihr Team sieht den Zustand in einer Übersicht und wird bei längerem Ausfall benachrichtigt. Das ist deutlich besser als die Alternative, bei der eine Strecke stillschweigend veraltete Bestände verkauft.
Unsere eigene Schnittstelle
Alles, was unsere Oberfläche kann, lässt sich auch über unsere REST-Schnittstelle erledigen: Reisen und Termine pflegen, Preistabellen einspielen, Verfügbarkeiten abfragen, Buchungen anlegen und stornieren, Belege abrufen. Die Schnittstelle ist versioniert; Änderungen mit Auswirkung auf bestehende Aufrufe erhalten eine neue Version und eine Übergangsfrist.
- JSON über HTTPS, Authentifizierung über OAuth 2.0 mit Client Credentials
- Webhooks für Buchung, Änderung, Storno und Zahlungsstatus, mit Signatur und Wiederholung
- Idempotenzschlüssel bei allen schreibenden Aufrufen
- Zeitangaben durchgängig in UTC nach ISO 8601, Anzeige in Europe/Berlin
- Testumgebung mit anonymisierten Daten und eigenem Schlüsselpaar
Betrieb und Beobachtung
Jede ausgetauschte Nachricht wird protokolliert und bleibt 90 Tage nachvollziehbar — mit Anfrage, Antwort, Dauer und Ergebnis. Bei Fehlern greift eine gestaffelte Wiederholung; bleibt der Fehler bestehen, entsteht eine Meldung an die vereinbarte Adresse statt eines stillen Verlusts. Für die häufigsten Störungen — abgelaufenes Zertifikat, geänderte Zugangsdaten, Zeitüberschreitung im Quellsystem — gibt es dokumentierte Vorgehensweisen, die auch Ihr eigenes Team ausführen kann.
Vor dem ersten Aufruf
Für die Anbindung brauchen wir von Ihnen die technische Dokumentation des Quellsystems, einen Ansprechpartner beim jeweiligen Anbieter, Zugangsdaten für eine Testumgebung und die Freigabe, in Ihrem Namen mit dem Anbieter zu sprechen. Wo ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung erforderlich ist, bereiten wir ihn vor.
Häufige Fragen zu dieser Lösung
Was, wenn unser PMS keine offene Schnittstelle hat?
Das kommt vor, besonders bei älteren Systemen. Dann prüfen wir drei Wege: einen Datenaustausch über Dateien per SFTP in festem Takt, eine Anbindung über einen vom Hersteller angebotenen Konnektor oder — als letzte Möglichkeit — die Führung der Kontingente direkt bei uns mit regelmäßigem Abgleich von Hand. Der erste Weg trägt in der Praxis am weitesten und ist meist innerhalb weniger Tage eingerichtet.
Wer betreibt die Schnittstelle nach dem Projekt?
Wir, als Teil der Betriebsleistung. Dazu gehören Überwachung, Behandlung von Fehlermeldungen, Anpassung bei Versionswechseln des Gegenübers und ein monatlicher Bericht über Fehlerraten und Antwortzeiten. Ihr Team behält vollen Einblick in das Protokoll und kann die dokumentierten Standardfälle selbst beheben, ohne auf uns zu warten.
Wie testen Sie eine Anbindung, ohne den Betrieb zu stören?
In einer getrennten Umgebung mit eigenen Zugangsdaten und anonymisierten Daten. Erst wenn dort alle Fälle einschließlich Storno, Umbuchung und Zahlungsrückabwicklung durchlaufen sind, wird auf die produktive Verbindung umgeschaltet. Für den Umschaltzeitpunkt gibt es einen schriftlichen Ablaufplan mit einem definierten Rückweg.
Nächster Schritt
Sehen Sie diese Lösung an Ihrem eigenen Programm
Wir richten eine Demo-Instanz mit zwei Ihrer Reisen ein und zeigen Ihnen, wie sich partner- und systemanbindung in Ihrer Strecke auswirkt. Vierzig Minuten, ohne Verpflichtung.
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